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Die richtige Unterputzinstallation in der Elektroinstallation: Ein Leitfaden

Die Elektroinstallation ist ein essenzieller Bestandteil jeder modernen Immobilie, sei es ein Wohnhaus, Büro oder gewerbliches Gebäude. Eine gut geplante und professionell ausgeführte Unterputzinstallation sorgt nicht nur für Sicherheit, sondern auch für eine ästhetisch ansprechende und langfristig zuverlässige Stromversorgung. In diesem Beitrag beleuchten wir die wichtigsten Aspekte und geben Tipps für eine erfolgreiche Unterputzinstallation in der Elektroinstallation.

1. Was ist eine Unterputzinstallation?

Bei einer Unterputzinstallation werden elektrische Leitungen und Komponenten, wie Steckdosen, Lichtschalter oder Verteilerkästen, in den Wänden, Böden oder Decken versteckt. Im Gegensatz zur Aufputzinstallation, bei der Kabel und Leitungen sichtbar an den Wänden verlaufen, liegen sie bei der Unterputzinstallation in speziellen Installationsrohren oder Kanälen unter Putz oder Gips.

2. Vorteile der Unterputzinstallation

  • Ästhetik: Durch die unsichtbar verlegten Leitungen entsteht ein sauberes und ordentliches Erscheinungsbild. Die Wände bleiben frei von sichtbaren Kabeln.
  • Sicherheit: Kabel und Leitungen sind geschützt vor mechanischen Beschädigungen und äußeren Einflüssen, was die Lebensdauer der Elektroinstallation verlängert.
  • Flexibilität bei der Raumgestaltung: Keine sichtbaren Kabel oder Kanäle erleichtern die Anordnung von Möbeln und die Raumgestaltung.

3. Planung der Unterputzinstallation

Eine sorgfältige Planung ist der Schlüssel zu einer erfolgreichen Elektroinstallation. Hier sind die wichtigsten Schritte:

a) Strombedarf ermitteln

Ermitteln Sie zunächst den Strombedarf jedes Raumes. In der Küche benötigen Sie beispielsweise mehrere Steckdosen für Geräte wie Herd, Kühlschrank und Mikrowelle. Auch in Wohn- und Arbeitsräumen sollten Sie genügend Anschlüsse für Computer, Fernseher und Beleuchtung einplanen.

b) Steckdosen und Schalterpositionen festlegen

Definieren Sie die Positionen von Steckdosen und Schaltern frühzeitig. Wichtig ist, diese so zu platzieren, dass sie später leicht zugänglich sind. Die Norm empfiehlt, Steckdosen in einer Höhe von 30 cm und Lichtschalter in einer Höhe von etwa 105 cm anzubringen.

c) Berücksichtigung von Sicherheitsvorschriften

Stellen Sie sicher, dass alle geltenden VDE-Vorschriften (Verband der Elektrotechnik) und DIN-Normen eingehalten werden. Diese sorgen für die Sicherheit der Elektroinstallation. Besonders in Feuchträumen (z.B. Badezimmern) gelten strenge Regeln für die Verlegung elektrischer Leitungen.

4. Materialwahl für die Unterputzinstallation

Die Wahl der richtigen Materialien ist entscheidend für die Langlebigkeit und Sicherheit der Elektroinstallation.

  • Installationsrohre: Diese dienen dem Schutz der Leitungen und ermöglichen bei Bedarf einen Austausch der Kabel. Flexible Wellrohre eignen sich besonders für die Unterputzinstallation.
  • Leitungen und Kabel: Je nach Einsatzzweck kommen verschiedene Kabeltypen zum Einsatz. In der Regel werden NYM-Leitungen (Kunststoffmantelleitungen) verwendet, da sie robust, feuerfest und einfach zu verlegen sind.
  • Dosen und Abzweigdosen: Steckdosen und Schalterdosen werden in der Wand montiert. Achten Sie auf die richtige Tiefe der Dosen, um genügend Platz für Verdrahtung und Anschluss zu haben.

5. Der richtige Ablauf der Installation

a) Schlitze fräsen

Mit einer Mauernutfräse werden Schlitze für die Installationsrohre in die Wände gefräst. Achten Sie darauf, die Schlitze nicht tiefer als nötig zu machen, um die Stabilität der Wand nicht zu gefährden. Die VDE 0100-520 gibt zudem Vorschriften für die Verlegetiefe und Breite der Schlitze vor.

b) Verlegen der Installationsrohre und Leitungen

Führen Sie die Installationsrohre in die gefrästen Schlitze ein und ziehen Sie die Leitungen hindurch. Achten Sie darauf, die Kabel nicht zu stark zu biegen oder zu quetschen, um Beschädigungen zu vermeiden.

c) Montieren der Dosen

Nach dem Verlegen der Leitungen werden die Schalter- und Steckdosen in die dafür vorgesehenen Unterputzdosen montiert. Diese Dosen werden anschließend mit Putz oder Gips bündig zur Wand verankert.

d) Anschluss an den Verteilerkasten

Die Leitungen müssen fachgerecht an den Sicherungskasten angeschlossen werden. Hier sollten Sie auf die korrekte Verkabelung von Phase (L), Neutralleiter (N) und Schutzleiter (PE) achten. Im Zweifelsfall sollte dies immer von einem Fachmann übernommen werden, da Fehler zu schwerwiegenden Sicherheitsrisiken führen können.

6. Sicherheit und Prüfungen

Nach Abschluss der Installation müssen alle Leitungen auf Sicherheit überprüft werden. Dazu gehören:

  • Isolationsprüfung: Um sicherzustellen, dass keine Leitungen beschädigt oder falsch angeschlossen sind.
  • Erdungsprüfung: Für den sicheren Betrieb ist eine ordnungsgemäße Erdung unerlässlich.
  • RCD-Test: Ein Fehlerstrom-Schutzschalter (RCD) sollte installiert und getestet werden, um einen Schutz vor Stromschlägen zu gewährleisten.

7. Fazit

Eine professionelle Unterputzinstallation in der Elektroinstallation ist eine sinnvolle Investition in die Sicherheit, Funktionalität und Ästhetik eines Gebäudes. Die richtige Planung, Auswahl der Materialien und fachgerechte Umsetzung sind dabei unerlässlich.